Ist es möglich ein gesundes Kind bekommen, wenn einer der Partner eine positive Infektionskrankheit, wie Hepatitis oder HIV trägt?

Nach geltendem spanischen Recht sind die Zentren der assistierten Reprodunktion in Bezug auf die Infektionskrankheiten verantwortlich und setzen sich für 3 Ziele zu Ihren Vorsätzen:

1. – Das Vermeiden der vertikalen Übertragung auf den Fötus.

2.- Die Übertragung zwischen den Partnern zu vermeiden.

3. – Die iatrogene Übertragung durch andere Patienten durch aufbewahrte Proben im Labor.

Aus diesen Gründen müssen alle Patienten, die sich einer Behandlung der assistierten Reproduktion unterziehen die komplette serologische Untersuchung durchführen lassen, um die infektiösen Krankheiten wie Syphilis, Hepatitis B, Hepatitis C und das humane Immundefiziez –Virus (HIV) auszuschliessen.

Bei HIV, sollten keine Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, besteht ein Risiko der vertikalen Übertragung von 15-20%.

Bei Hepatitis B besteht das Risiko der vertikalen Übertragung von 20 -90%, abhängig davon in welcher Phase der Virusreplikation sich der Virus befindet.

Für Hepatitis C liegt der Risikofakto für eine vertikale Übertagung zwischen <1% wenn die Viruslast < 10 4 Kopien/ml ist, bis 36% wenn die Viruslast > 106 Kopien/ml.

Bei einer nicht diagnostizierten und ohne Behandlung vorhandenen Syphilis, würden nur 20% gesunder Feten geboren werden.

Es ist sehr bedeutend für uns, unseren Patienten klar zu machen das jedes Paar seine eigenen Umstände und Bedingungen mit sich bringen die besonders und unterschiedlich behandelt werden müssen.

Fallbeispiele:

1. – Frau HIV+: Die Patientin sollte sich einer antiretrovialen Therapie unterziehen um die nicht nachweisbare Viruslast und die CD4-Zellzahlen >200/mm3 zu erhalten. Unter diesen Umständen und mit den Massnahmen zur Verringerung der vertikalen Übertragung (Kaiserschnitt, intrapartalen antiretrovialen Medikamenten und Stillen) das Risiko ist kleiner als 1%.

2.- Mann HIV+: In diesem Fall wird immer eine Waschung des Samens und die ICSI durchgeführt, unabhängig von der Virsulast im Blut, selbst wenn diese nicht nachgewiesen wurde.

In beiden Fällen (Punkt 1. sowie Punkt 2.) werden spezielle Behandlungsprotokolle angewendet um das Risiko für die Klinikmitarbeiter zu verhindern. Auch der Prozess im Umgang mit den Proben im Labor ist ein besonderer.

3.- Frau Hepatitis B+: Die Patientin sollte vor der Schwangerschaft oder einer Fertilitätsbehandlung thearpieren lassen um die Viruslast zu verringern. Dem Neugeborenen wird die Hepatitis B Impfung sowie Gammaglobulin nach der Geburt verabreicht. Die Impfung ist auch dem Partner zu empfehlen.

4. – Mann Hepatitis B+: Die Impfung des Partners sollte durchgeführt werden wenn das Antikörper -Niveau es vorraussetzt.

5.- Frau Hepatitis C+: Behandlung vor der Schwangerschaft um die Viruslast zu reduzieren.

6.- Mann Hepatitis C+: In diesem Fall wird eine Waschung des Samens und die ICSI durchgeführt.

7.- Frau oder Mann mit Syphilis: Behandlung mit Penizilin G und eine Wartezeit von 3 – 12 Monaten, abhängig von der Phase der Erkrankung um mit einer Fertilitätsbehandlung zu beginnen.


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