Einfrieren der Eizellen: Erhaltung der Fruchtbarkeit

Eizellen einfrieren in Spanien

Das Einfrieren von Sperma wird in Kliniken für Reproduktionsmedizin seit Mitte der 80er Jahre bereits routinemässig durchgeführt. Dank dieses effektiven Verfahrens haben viele Männer ihre Fertilität auf relativ einfache und sichere Weise erhalten können.

Das Einfrieren von Eizellen hingegen konnte bis jetzt lediglich als experimentelles Verfahren durchgeführt werden, da es sich hierbei um ein komplexeres und weniger effektives Verfahren handelt.

Die Weiterentwicklung und Verbesserung neuer Techniken des Einfrierens während der letzten Jahre, besonders in der Vitrifizierung, hat uns ermöglicht diese Konzepte neu aufzugreifen. Da wir derzeit eine Überlebensrate von mehr als 90% erwarten können (eine grosse Mehrheit der eingefrorenen Eizellen überlebt das Auftauen), handelt es sich nicht mehr um ein experimentelles Feld, sondern um ein effizientes Verfahren zur Aufrechterhaltung des Fruchtbarkeitspotentials.

Eingefrorene Eizellen, die das Auftauen überleben, verhalten sich ähnlich wie frische Eizellen: sie werden mit Spermienzellen befruchtet, die Embryonen weisen die gleichen Entwicklungs- und Einnistungschancen auf und es entsteht die Entwicklung eines gesunden Kindes.

Während der letzten Jahre ist das Interesse bei Frauen, ihre Fertilität für einen späteren Zeitpunkt aufzubewahren, erheblich angestiegen.

Es ist bekannt, dass die Behandlungen bei Krebs immer grösseren Erfolg verzeichnen. Die Behandlungen mit Chemotherapie und Radiotherapie können jedoch auch eine endgültige Sterilität bei Frauen hervorrufen, wenn die Behandlung im fruchtbaren Alter durchgeführt wird. Da bei Beginn der Diagnose die Überlebensraten hoch sind, ist bereits dann die Fragestellung zu möglichem Kinderwunsch zu späterem Zeitpunkt notwendig. Das Einfrieren von Eizellen ist bei diesen Patienten die am häufigsten gewählte Methode.

Aber nicht nur in diesen Fällen werden Eizellen eingefroren. Soziale sowie karrierebedingte Umstände sind häufig der Grund für einen späteren Kinderwunsch. Die Fruchtbarkeit der Frau nimmt jedoch mit zunehmenden Alter ab. Ab dem Alter von 35 Jahren nimmt die Fertilität bereits ab, zunehmend schneller ab dem Alter von 40 Jahren, ab dem Alter von 45 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, praktisch bei 0 Prozent. Die Anzahl der Frauen, die sich diesen Altersgrenzen ohne die Vorstellung in naher Zukunft eine Familie zu gründen, nähern, steigt zunehmend an. Viele haben zu diesem Zeitpunkt keinen festen Partner, oder die berufliche bzw. finanzielle Lage lässt eine Nachwuchsplanung nicht zu.

Für jede dieser Gruppen ist das Einfrieren von Eizellen eine reelle Möglichkeit um den Nachwuchs zu einem Zeitpunkt zu planen, der eine Schwangerschaft und das Großziehen des Kindes zulässt.

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Ablauf der Eizellentnahme

Um Eizellen einfrieren zu können, wird etwas ähnliches wie ein In-Vitro Feritilisation Zyklus durchgeführt. In den letzten Jahren haben wir die für die Eizellentnahme notwendigen Schritte sehr vereinfachen können.

Als erster Schritt wird der Patientin in einem Gespräch der Vorgang genau erklärt. Es werden alle Daten analysiert und individuell die Erfolgsaussichten beurteilt, die vor allem vom Alter der Patientin sowie der Qualität Ihrer Eierstöcke abhängt. Die Prognose ist für Frauen unter 35 Jahren, deren Eierstöcke noch nicht operiert wurden und an keiner Krankheit, wie z.Bsp. Endometriose, leiden, höher. Über jeden Fall muss jedoch individuell entschieden werden.

Während des Behandlungsablaufes ist meist nur eine Arztvisite notwendig. Die Untersuchungen belaufen sich in der Regel auf eine Ultraschalluntersuchung und eine Blutabnahme.

Die Technik für die Eizellentnahme ist einfach und erfolgt mittels einer vaginalen Ultraschalluntersuchung. Der Eingriff dauert nicht länger als 10 Minuten, wobei keine Vollnarkose notwendig ist. Um jegliche Schmerzen zu unterdrücken wird der Patientin während der Eizellentnahme ein Beruhigungsmittel zugeführt. Nach dem Eingriff erholt sich die Patientin schnell, so dass die Klinik meist nach ein bis zwei Stunden verlassen werden kann.

Vor der Eizellentnahme werden die Eierstöcke stimuliert, um eine entsprechende Anzahl an Eizellen zu gewinnen. Während der Stimulation wird regelmässig kontrolliert, wie die Patientin auf die Behandlung anspricht. Wenn Zweifel, ob die Qualität oder Quantiät der Eizellen ausreichend sein wird, bestehen, kann es zu einem Abbruch der Behandlung kommen. Ab Stimulationsbeginn wird die Behandlung in 7 bis 10 Tagen abgeschlossen.

Die entnommenen Eizellen werden von unserem Embryologenteam studiert und analysiert. In den meisten Fällen bestehen keine Zweifel an der Eignung der Eizellen zum Einfrieren. Die Patientin wird über die Anzahl der gewonnenen Eizellen informiert, womit die Behandlung abgeschlossen wird. In Grenzfällen, wenn die Erfolgsaussichten nicht der ursprünglichen Erwartung entsprechen, wird die Entscheidung, ob eingefroren wird oder nicht, zusammen mit der Patientin getroffen.

Bei Abschluss der Behandlung werden die Eizellen in unserer Bank aufbewahrt und stehen der Patientin auf unbestimmte Zeit zur Verfügung (derzeit gilt als Höchstalter 50 Jahre). Falls die Patientin die Aufbewahrung der eingefrorenen Eizellen nicht mehr wünscht, kann sie entscheiden diese für eine andere Frau zu spenden oder zerstören zu lassen.

Sobald die Patientin sich dazu entschliesst, Gebrauch von ihren eingefrorenen Eizellen zu machen, sind die nächsten Schritte sehr einfach. Nach dem Auftauen, werden die Eizellen mit den Spermien des Partners zusammengeführt. Die entstehenden Embryonen werden anschliessend in die Gebärmutter transferiert, wobei lediglich eine Routineultraschalluntersuchung notwendig ist.

Immer mehr Frauen mit Kinderwunsch in einem Alter, in dem die Fertilität gering ist und in vielen Fällen nicht mehr gegeben ist, suchen unsere Kliniken auf. Es handelt sich dabei nicht um eine Anekdote. Bei jeder dritten In-Vitro Fertilisation sehen wir uns gezwungen, auf gespendete Eizellen zurückzugreifen, wobei das Akzeptieren einer Spenderin eine emotionale Belastung für die Patientin darstellt. In der nahen Zukunft werden viele dieser Patientinnen durch das Einfrieren ihrer eigenen Eizellen biologische Kinder bekommen können.

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Medikamente:

Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung von GONAL: Medikamente zur Stimulierung des Wachstums der Eizellen.

Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung von PUREGÓN: Medikamente zur Stimulierung des Wachstums der Eizellen.

Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung von FOSTIPUR: Medikamente zur Stimulierung des Wachstums der Eizellen.

Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung von OVITRELLE: Medikamente zur Stimulierung des Wachstums der Eizellen.

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